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... der Welt erklärten, eine Interkontinentalrakete entwickelt zu haben, hatte Amerika nur eines im Kopf: den Edsel. Nie mand nahm Notiz davon, dass imJuli 1957 die Börsen ins Wanken gerieten und eine Rezession ankündigten. Am E-Day wurden gigantische Pressekonfe renzen abgehalten, Paraden veranstaltet und mit Flugzeugen wurde «Edsel» in den Himmel ge schrieben. Ganzseitige Inserate in allen Zeitun gen und stündliche Radiound Fernsehspots ver kündeten die Neuigkeit. 2'850'000 Menschen strömten in die Verkaufsräume, um das neue Wunder auf Rädern zu begutachten. Doch nicht alle teilten die Begeisterung. Eine Gruppe von Ford-Managern beobachtete die Ge schehnisse mit Skepsis. Allen voran Robert S. McNamara, Direktor der Ford Division. Der spä tere US-Verteidigungsminister befürchtete Kon kurrenz für seine eigenen ehrgeizigen Pläne und hatte die Entwicklung des Edsel von Anfang an bekämpft. Am E-Day soll er am Rande einer Pressekonferenz einem Reporter mitgeteilt ha ben, man denke daran, die Produktion wieder einzus teilen. «Weder Atomantrieb noch R adarsteuerung» Auch in Europa wurde die Neuentwicklung auf merksam zur Kenntnis genommen. Im Januar 1958 stellte Ernst Behrendt in der deutschen Zeit schrift «Hobby» enttäuscht fest, dass der neue Ed sel «weder Atomantrieb noch Radarsteuerung, ( ... ) allerdings hervorragende Fahreigenschaften» ...
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