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... aut quietschend öffnet sich das Garagentor in der Basler Vororts gemeinde Bottmingen. Mit leuch tenden Augen schwingt sich Kurt Hoppe über die Beifahrerseite auf den eher ei nem Kutscherbock gleichenden Fahrer sitz seines braunen Humber Tourer. Im Jahre 1927 wurde der 9/20 gerade 833 mal gebaut, davon 327 als offene Tourer. Als De-Luxe-Version besitzt Kurts Wa gen bereits einen elektrischen Anlasser und Vierradbremse. «Alles ist mecha nisch und kein Vergleich mit der moder nen SBB-Lok. Ich liebe diesen Kontrast» erklärt Kurt. Hebel auf Spätzündung, et was Gas und der Motor springt leicht stotternd an. «Das ist normal», be schwichtigt er, «denn das Benzin kommt per Vakuumpumpe vom Tank am Heck zum Atmos-Cox-Vergaser.» Technisch gesehen ist der 9/20 kein Meisterwerk, aber er repräsentiert den damaligen Fahrzeugbau eindeutig. Das Antriebsag gregat ist ein OISE-Vier-Zylindermotor mit 1057 ccm. Das heisst, die Auslass ventile sind stehend, die Einlassventile hängend im Zylinderkopf. Die Ölpumpe verteilt das Schmieröl auf die Hauptla ger, von dort fliesst es per Schwerkraft in dieselben und anschliessend hinunter in die Wanne zurück. Die Wasserkühlung geschieht durch ein Thermo-Syphon Prinzip sowie durch den Fahrtwind. Das unsynchronisierte und gerade verzahnte Getriebe besitzt drei Vorwärts-Gänge und einen Retour-Gang. Eine Kette treibt den ...
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