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... mich mässig tröstet. Zu tief erschüttert ist die vermeintliche Fachkompetenz. Scheu wie ein frischgebackener Vater beim ersten Windelwechsel gehe ich darum auf das hübsche Wesen zu. Den Lancia meine ich. Die Formgebung von Pininfarina empfinde ich als extrem gelungen, schlicht und grazil. Seinerzeit sicher die perfekte Karosse für den braungebrannten, graumelierten italienischen Mittvierziger mit Stil und Freude an Understatement. Der leicht eingeknickte Kofferraum verhalf dem Coupé, das der Nachfolger der Flavia und der Vorgänger des Gamma war, zum Kosenamen «Schwalbenschwanz». Der Gamma wies dann übrigens das gleich markante Heckdesign auf. Nach einigen von wohlwollenden Grunzern untermalten Runden um das Auto herum begebe ich mich sodann in das Innere. Hübsches beiges Leder, fein verarbeitet, empfängt mich. Schön und ergonomisch angeordnete und herrlich gezeichnete Armaturen lassen die Zunge des Nichtkenners schnalzen. Gratis gabs das alles auch 1972 nicht, der Preis für einen Lancia 2000 Coupé bewegte sich auf Mercedes-Niveau. Dafür bekam man einen echten Lancia, dessen Plaketten noch keine Fiat-Spa.-Vermerke aufweisen, und Teile sowie Technik vom Feinsten wie die Hydro-Lenkung oder die Heckscheibenheizung mit superfeinen, kaum sichtbaren Drähten. Die Fahrleistungen des 2000 Coupé reissen mich jedoch nicht vom Hocker. Seine 115 PS reichen ...
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