Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Erfolg bestätigt die Kohärenz des Projekts. Während in ihrer Konsequenz vergleichbare automobile Ikonen wie der Mini oder der VW-Käfer heute bloss noch als im Kern lächerliche Retrokarikaturen ihrer selbst ein unwürdiges Dasein mit pfiffigen Aufschriften von Coiffeursalons oder Kopierateliers auf den Türen fristen, wird ein Porsche heute so ernst genommen wie eh und je. «Je» bedeutet vorliegend 1972. Das ist der Jahrgang des Porsche 911 E von Michael. Michael ist ein verlässlicher Kumpel, er ist laut bis vorlaut, er ist fix, er ist schlau und ein eigenständiger, starker Charakter. Das passt doch. Sein Porsche ist weiss mit rotem Interieur. Die Form ist in meinen Augen die purste, eindeutigste aller 911er-Formen. Ohne Verbreiterungen, ohne Spoiler, ohne Effekthascherei. Die obligatorischen Fuchsfelgen runden den hübsch dezenten Auftritt ab, und mit Freuden begebe ich mich auf den Beifahrersitz. Das Innere ist typisch nüchtern, kein Firlefanz, nichts Überflüssiges. Ausser überflüssig Platz für Lulatsche wie mich und Michael, das schätzen wir! Der 2,4-Liter lässt den tausendfach gehörten Sechszylinder-Boxersound erklingen, der jedem halbwegs autoaffinen Menschen einen wohligen Schauer über den Rücken jagt. Und ab gehts: 165 Pferde schieben uns flink von dannen. Über Landstrassen, über die Autobahn und eine Passstrasse hinauf – egal, wo wir fahren, der 911er ist ...
Kommentare