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... ist, immer noch ein Stück näher an der motorisierten Pferdekutsche als an dem, was wir heute unter einem Auto verstehen. Fünf Jahre vorher hatten die Söhne von Adam Opel, der selbst nie Autos bauen wollte, dessen Vorname heute trotzdem stolz ein Modell der Marke ziert, damit begonnen, fahrbare Untersätze zu produzieren. Wegen fehlenden Erfolgs mussten sie die Produktion kurz nach der Jahrhundertwende vorerst wieder einstellen. Führend waren seinerzeit die französischen Marken, die sich auf den Straßen Europas in Langstreckenrennen duellierten. Nach mehr oder minder erfolglosen Versuchen, es den Franzosen gleichzutun, entschieden sich die Opel-Brüder, eine Lizenz von Darracq für den Bau ihrer Fahrzeuge zu erwerben – trieben aber parallel die Entwicklung eines eigenen Wagens voran, des 10/12 PS. Für das Debüt auf der Frankfurter Pferderennbahn, wenige Kilometer von Rüsselsheim, erleichtern sie die Konstruktion kompromisslos. Übrig bleibt nur das nackte Fahrgestell mit einer leichten Motorhaube und zwei dürren Sitzen für Fahrer und Beifahrer. Zwischen den Rahmenträgern ist der Blick frei auf die darunterliegende Straße. Statt schwerer Holzspeichenräder setzen die Brüder auf Räder mit Stahlspeichen – was Opel aus der Fahrradproduktion bestens bekannt ist. Nun reicht die Leistung des 1,9-Liter-Motors für eine flotte Fahrt über die Galopprennbahn ...
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