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... voraus Zwei ausgekochte Halunken, nicht wie aus dem Ei gepellt: Moment-Aufnahme aus einer Ära, in der Rennfahrer sich noch nicht mit Energy-Drinks fit hielten Gegen Liège – Rom – Liège müssen die 24 Stunden von Le Mans eine reine Spazierfahrt sein. Drei Tage und Nächte lang kämpften sich die Teams aus je einem Fahrer und einem Beifahrer in einem Affenzahn über die Alpen und durch den Apennin – über abenteuerliche Straßen und Pässe. An Schlaf war logischerweise nicht zu denken. Und das lange bevor Doping-Labors Sportlern mit allerlei Aufputschmitteln zu Dienste waren. Wie also schafften es die Teams wach zu bleiben und dabei auch noch zu fahren wie der Teufel? Im Falle der Fahrt von Paul-Ernst Strähle und seines Beifahrers Herbert Linge im Jahr 1957 ist das Rezept allerdings glaubwürdig überliefert. Paul-Ernst Strähle hatte beim Start eine große Tasche mit Eiern aus dem heimischen Remstal auf dem Rücksitz des 356ers verstaut. Herbert Linge, der zunächst noch glaubte, dass es sich um Marschverpflegung in Form von gekochten Eiern handelt, wurde schnell eines Besseren belehrt, als Strähle nach einigen Stunden schneller Fahrt das erste Ei aus der Tasche nahm, um es roh zu verspeisen. Mehr noch als an die Fahrt erinnert sich Linge deshalb an die unangenehmen Nebenwirkungen dieses Eier-Dopings, die auch durch eindringende Benzinund ...
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