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... wie möglich mit einem Lastwagen abholte. Am 10. Mai 1940 erklärten die Nazis Frankreich den Krieg, Pierre war mit seinem längst wieder reparierten Mercedes in Marseille und wurde zum Militärdienst einberufen. Doch schon vor dieser Zeit dröhnten die schweren Schritte der deutschen Stiefel auf den Champs-Élysées. Frankreich kapitulierte und die Deutschen besetzten das Land, eine Situation, die vier lange Jahre andauern sollte. Das »normale« Leben nahm unter den wachsamen Augen der Besatzer seinen Lauf. Autos durften nur für den Geschäftsverkehr eingesetzt werden, und die Franchis starteten ihren Mercedes nur, um Künstler wie Édith Piaf und Django Reinhardt abzuholen. Es dauerte nicht lange, bis der prächtige und sehr auffällige 540 K von den Besatzern beschlagnahmt wurden, für sie war er eine Ikone, die nur für die ihrer Ansicht nach Besten und Ranghöchsten bestimmt war. Auch die Clubs von Lucy Franchi kamen unter deutsche Kontrolle. Jazz war verboten, doch die Musik von Édith Piaf wurde toleriert. Unter den Nazi-Offizieren gab es jedoch eine ganze Reihe von Jazzliebhabern, die regelmä- ßig das »La Roulotte«, in dem Django Reinhardt spielte, besuchten. Der Club hatte sogar eine Sondergenehmigung, bis vier Uhr morgens geöffnet zu bleiben. Trotz der systematischen Verfolgung ethnischer Minderheiten durch die Nazis, genoss Reinhardt in Paris ...
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