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... stellen. Später sollte Bizzarrini erfahren, dass sie genauso schnell entzogen werden konnte, wie sie erteilt worden war. Vor dem Zerwürfnis kam jedoch erst noch das Meisterwerk. 1960 begann Bizzarrini mit der Arbeit an einer radikalen Weiterentwicklung des 250 GT SWB, indem er im Windkanal der Universität von Pisa eine aerodynamischere Karosserie entwarf sowie den 3-Liter-V12 mit Trockensumpfschmierung absenkte und ihn weit hinter der Vorderachse platzierte. Der 250 GTO kam 1962 auf den Markt, und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Was man bereits einige Monate zuvor von Bizzarrini selbst sagen konnte. Ob man es nun »die Nacht der langen Messer« oder »die Palastrevolte« nennt, ausschlaggebend war auf jeden Fall das Ultimatum von Vertriebschef Girolamo Gardini an Enzo Ferrari. Er war es leid geworden, dass sich Ferraris Frau Laura ständig in Dinge einmischte, die sie aus seiner Sicht nichts angingen, und sagte zu Ferrari, dass er nicht bleiben könne, wenn sich das nicht ändere. »Dann sind Sie ab sofort gefeuert«, war Ferraris Antwort. In den Tagen danach schrieben Bizzarrini, Ingenieur Carlo Chiti, Teammanager Romolo Tavoni und einige andere einen Brief, in dem sie Gardini den Rücken stärkten. Im Oktober 1961 mussten auch sie Ferrari verlassen. Man könnte leicht einen Wälzer wie »Krieg und Frieden« mit dem Leben und der Karriere von ...
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