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... Lingotto unkontrolliert hin und her steppt – was den Cisitalia in komische Schaukelbewegungen versetzt. Das Gros der Innereien und so ziemlich die gesamte Aufhängung stammt halt 1:1 vom Fiat Topolino, darunter eine vordere Querblattfeder und hintere Schraubenfedern, die kleiner wirken als die Ventilfedern eines Big-Block-V8. Doch Giacosa, der Konstrukteur des »Mäuschens«, ließ sein Genie auch auf das Fahrwerk abfärben. Um den Schwerpunkt möglichst tief zu halten, wurde die Hinterachse in Form eines flachen »H« rund um das Differential montiert. Doch das genialste Teil sitzt zwischen den Beinen des Fahrers: ein sequentielles Dreiganggetriebe. Wer schon ein Cotal Vorwählgetriebe aus den 1930er-Jahren als extrem kompliziert empfindet, der hat noch nie die Box des D46 erlebt. Zum Einlegen eines Gangs muss nämlich die Kupplung getreten werden, und das Auto setzt sich erst in Bewegung, wenn man sie kommen lässt. Dabei gibt es einen kleinen Schluckauf, man fühlt, wie sich die Kraftübertragung verspannt, doch jetzt heißt es, den Motor auf Drehzahl zu halten, sonst würgt man den D46 ganz schnell ab. Zum Glück legt das Getriebe den zweiten Gang ein, sobald man anrollt. Doch erst, nachdem man die Kupplung mit aller Macht bis fast an die Spritzwand gedrückt hat und sie begleitet von einem erneuten Schluckauf wieder loslässt. Das Hochschalten in den dritten ...
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