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... legte und für die Aufnahme eine lichtempfindliche Platte einlegte. Ein zeitaufwändiges Prozedere, letztlich jedoch kein nennenswertes Problem, da die durchschnittliche Belichtungszeit Minuten in Anspruch nahm. Als das Entwickeln schneller und die Kameras leichter und handlicher wurden, suchte man nach einer bequemeren Form der Bildeinstellung. Die doppelte Linse kam erstmals in den 1860er Jahren auf, gewissermaßen mit zwei übereinander montierten Kameras. Die untere enthielt die Verschlussblende und die fotografische Platte, während die obere eine einfache Version der Camera Obscura darstellte, die Künstlern seit dem 17. Jahrhundert als Zeichenhilfe diente. Die obere Linse war mit der unteren gekoppelt und projizierte das Bild auf einen winklig angebrachten Spiegel, der das Ganze aufwärts zu einer matten Sichtscheibe reflektierte. Stellte man eine Linse scharf, geschah das Gleiche automatisch mit der zweiten Linse. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts litt die Popularität der Doppel-Linse jedoch unter dem Aufkommen der »einäugigen« Spiegelreflexkamera mit Rückkehrspiegel. Zwei Männer waren nötig, um der alten Idee neues Leben einzuhauchen: Der gelernte Drogist Paul Franke Zweiäugige Spiegelreflexkamera Mit zwei übereinander angeordneten Objektiven hat die Firma aus Braunschweig die Welt der Fotografie revolutioniert – mit Stil und begnadeter ...
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