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... »Kunst der Fuge«. Zugegeben: im Auto wird man sich stärker und schneller aufregen als im Erste-Klasse Abteil eines leeren ICEs. Daraus zu folgern, die Zahl unserer Unfalltoten ließe sich einfach reduzieren, indem man Aggression unterdrückt halte ich für eine falsche Annahme. Wenn innerorts überall 30 km/h vorgeschrieben wird, werden sehr viel Autofahrer besonders auf den vierspurigen Adern der großen Städte frustriert sein. Auch hält eine Androhung von Strafe die »Raser« nicht vom Rasen ab, unabhängig davon ob das Limit 50 km/h oder 30 km/h ist. Es wird ja auch nicht aus jedem Kneipenstreit ein Gemetzel. Aber selbst wenn wir beide, Sie und ich hier davon ausgehen, dass jeder Autofahrer ein potenzieller Mörder oder wenigstens ein Aggressor ist, der es darauf angelegt hat Fußgänger umzunieten, dann täte er sich auf den großen Straßen in einem Auto doch recht schwer. Auf unseren vierspurigen Ringen hier in Köln treiben sich zu wenig Menschen herum. Da müsste man schon genau zielen und recht schnell unterwegs sein. Größere Hoffnung auf fette Beute gibt es jedoch auf den Bürgersteigen. 30 km/h, mögen im Auto als ungefährlich gelten, auf dem Fahrrad sind sie das nicht. 30 km/h sind mit einem Rad auch für unsportliche Menschen erreichbar, so kann man als absichtsvoller Übeltäter gleich mehrere Personen gleichzeitig aufspießen, umfahren, verletzen, ...
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