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... Miura das automobile Licht der Welt erblickte, erzitterte die Sportwagenwelt in ihren Grundfesten. Ferrari schüttelte den unspektakulä- ren 512 BB aus dem Ärmel, Porsche glänzte mit dem ersten 911 Turbo. Andere Gegner wie Aston Martin und Maserati waren zum Start der Flower-Power-Granate unpässlich. Dass sein kantiges Raketendesign polarisierte, wäre schlichtweg eine famose Untertreibung. Doch wer beim Quartettspiel auf dem Schulhof mit einem Countach seine Gegner ausstach, der brauchte in den nächsten zwei Tagen nicht mehr nach den Hausaufgaben zu fragen. Mehr Zylinder, mehr Hubraum waren damals kaum zu finden. Zu den schnellsten gehörte der 4,14 Meter lange Supersportwagen sowieso. Im Kreise der kindlichen Kumpane konnte man beim Kartenspiel zwar Anerkennung ernten, doch geliebt wurde man mit dem italienischen Donnervogel nicht. Das war in der Realität kaum anders. Wer den Countach – mit 1,07 Meter kaum hö her als ein hoher Stiletto – pilotierte, der war anders. Schnell – gewiss, doch extra vaganter als erlaubt, eben einfach anders. Im Cockpit des Countach Kurz und knapp: scharf. Der Countach ist scharf. In jeder Hinsicht. Er fährt sich exakt so, wie er aussieht. Dennoch war ich erstaunt. Ich habe ein Monster erwartet, das den Fahrer mit grimmiger Power durchrüttelt, das jeden Wunsch bestra!, der so töricht ist, es beherrschen zu wollen ...
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