Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Was einem havarierten Klassiker in der Fremde blüht ... Ignoriert zu werden, ist generell nicht schön. Von dieser Dame ignoriert zu werden, wäre hingegen unter normalen Umständen eine Gnade. Madame ist der Zerberus in diesem Hort gallischen Laissezfaires, dem in lange vergangenen, besseren Zeiten jemand ein Bosch-Service Schild verliehen haben muss. Jetzt hängt es dort, an jener verkommenen Blechhalle, in der ein paar Dutzend Autos mit österreichischen, niederländischen, belgischen und deutschen Nummernschildern dem Tag entgegendämmern, an dem sie gnädig aus den Fängen der »Nice Dépannage« befreit werden. Besser träfe »Nice Sabotage« als französische Umschreibung für Auto-Gulag. Denn »Dépannage« steht hier eher für Ignoranz und Inkompetenz. Nicht nur die der Madame, sondern in jedweder Beziehung. Begonnen hat alles mit savoirvivre an der Côte d’Azur. Die Sonne brennt, die Thermik stimmt. Dann, beim Aufstieg in die französischen Seealpen: Die Katze räuspert sich vernehmlich. Das Kühler-Thermometer gibt Entwarnung. Dampfblasenbildung im Treibstoff?!? Was heißt das noch gleich auf Französisch? Egal: Wozu ist man Mitglied im ADAC? Und tatsächlich, gute anderthalb Stunden später naht der Service. Schon kurz darauf geht es in wilder Fahrt über Serpentinenstraßen – an Bord des Abschleppwagens. Reparaturversuch vor Ort? Fehlanzeige. Je ...
Kommentare