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... erfüllen tatsächlich eine Spannweite, bei der man aus dem Staunen gar nicht rauskommt. Die Veröffentlichung des Buchs wurde mehrmals verschoben, nach Jahren der sorgsamen Fertigung ist es außerordentlich edel, elegant und mit Liebe zum Detail. Wenn man vom Lesen erstmals aufschaut, bemerkt man, dass man gar nicht gehört hat, wie die Zeit vergangen ist. Auch wenn ihm die arrivierten Kritiker der Hochkultur nur mit übergestülpten Gummihandschuhen begegnen, ist Stephen King ein Meister des Horror. So wie einst Hitchcock im Kino versteht er es, aus dem kollektiven Unterbewussten die Ängste und hangups hervorzukratzen. Gruslig wird das dann nicht nur in dem auf einem Indianerfriedhof erbauten Hotel von Shining oder der von Mitschülerinnen gehänselten Halbwaisen Carrie – sondern wenn in der Auto-Nation USA das heilige Blechle ein Eigenleben entwickelt. Einem Plymouth Fury und einem Buick 8 kamen schon in früheren Romanen tragende Rollen zu, in diesem – mehr Thriller als Horror – ist es also »deutsche Wertarbeit«. Läuft und liest sich vom Start weg zuverlässig gut und mit viel Power, mächtig und heftig wie eine Waffe. Erzählerisch versiert, jedoch auf die lange Strecke wird es dann doch ein wenig lang. Und dick. Wie ein Mercedes S 600. Baustellen und Staus nehmen wir zwar hin, als seien es Tücken der Natur, doch sie werden von Menschen ...
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