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... des Automobils, das freie Fahren. Dem Red-Flag-Gesetz zufolge durften bis 1896 pferdelose Gefährte höchstens mit 4 Meilen fahren, in geschlossenen Ortschaften halb so schnell – etwa 3,2 km/h. Außerdem sah die Vorschrift von 1865 vor, dass in adäquater Entfernung vor dem Vehikel ein Fußgänger mit einer roten Flagge alle Passanten warnen musste, was da folgen sollte. 1896 konnte man also Gas geben, man durfte so schnell rasen, wie man wollte. Das macht man inzwischen jährlich – mit 110 Jahre alten und älteren Fahrzeugen. Schnell ist dabei relativ. Ähnlich widersprüchlich kommt einem manchmal die Welt der Klassikerautomobilia vor. Die Besitzer jüngerer Schätzchen belächeln oft die Stulpenhandschuhe und riesigen Schutzbrillen, die Fußwärmer und Picknick- Körbe und all die Messingsachen, die eher nach Küchenausstattung als nach Autozubehör aussehen. Ich, der ich keinen Veteranen besitze, verstehe diese Welt und ihre Devotionalien auch nicht so recht. Dennoch habe ich mich auf der 112 Posten umfassenden Auktion von Bonhams im Vorfeld des großen Rennens von London nach Brighton umgeschaut. Und habe meine Meinung ein wenig geändert. Ein kleines bisschen. Wenn Sie eine Laterne suchen, die Sie vorne an Ihr einzylindriges Ross hängen können, oder einen Zündschalter, der wie ein Knopf für die Dienerglocke anmutet, oder Behälter mit Leder-Korbgeflecht ...
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