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... eine weitere hinzu. Als Mme. du Gast auf Fahrstunden bestand, um ihre Automobilsammlung eigenhändig steuern zu können, gab ein rückständiger Wicht den für jene Zeit typischen Einwand ab, bei ihrer gesellschaftlichen Stellung sei ein Chauffeur angemessener. Darauf erwidert sie: »Ich stelle niemanden ein, um mein Pferd zu bewegen.« Sie ließ sich von nichts und niemandem ins Bockshorn jagen. 1910 verhinderte sie ein auf sie geplantes Attentat (geplant ausgerechnet von der eigenen Tochter, um schneller an die Erbschaft zu kommen): die Komplizen stellte sie noch in ihrem Haus und jagte sie davon. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sich Camille du Gast nicht einfach damit zufrieden gab, Motorsport zu betreiben. Sie suchte regelrecht den ultimativen sportlichen Kick und stellte sich deshalb größtmöglichen Herausforderungen. Während die wenigen Frauen, die vor ihr im Rennsport unterwegs waren, kürzere Rennstrecken und weniger populäre Rennen für ihre Teilnahme ausgewählt hatten, geriet Camille du Gasts Debüt 1901 zu einem echten Paukenschlag. Ihren Einstand als Rennfahrerin machte sie 1901 bei dem letzten Paris-Berlin-Rennen, das keine Festlegung hinsichtlich des Hubraum reglementierte. Mme. du Gast fuhr einen Panhard mit 20 PS. Die Motorleistung der Favoriten betrug das Dreifache. Sie startete als Letzte von 122 Teilnehmern. Ins ...
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