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... Sohn Edsel. 1918 hatte der Autokrat Henry Ford zwar seinen Sohn zum Firmenchef ernannt, doch niemals wurde angezweifelt, wer das Sagen hatte. Der Junior bestimmt nicht. Je mehr man über Henry Ford weiß, desto mehr fragt man sich, warum nie eine TV-Serie über ihn gedreht wurde. Dallas oder Der Denver Clan wären dagegen so spannend und gepfeffert wie die Waltons. Vom Herzen her war der Mann ein Tyrann. Manchmal ein wohlwollender, der – als Rassentrennung an der Tagesordnung war – allen Angestellten unabhängig von Hautfarbe dieselben Rechte einräumte. Aber er war auch grausam, engagierte eine Armee von Schlägern, »Schönheit kann und sollte in jeden Gebrauchs artikel einfließen« – EDSEL FORD um Arbeiter auf seine Linie zu bringen. Selbstherrlich verkündete er in seinen Memoiren Erfolg im Leben einen bizarren Moralkodex mit allem Pipapo, inklusive »Glaubensbekenntnis«. Seinem Diktat hatte sich nicht nur zu beugen, wer für ihn in die Fabrik ging, auch zuhause musste er alles kontrollieren. Ganz besonders litt darunter sein Sohn Edsel. Wäre der ein dämlicher Trottel gewesen, so könnte man das Intrigieren des Vaters vielleicht noch verstehen. Doch es gilt als erwiesen, dass Edsel Ford ein scharfsinniger Geschäftsmann war, au- ßerdem ein Kenner von Kunst und Design. Hätte man ihm freie Hand gelassen, dann hätte er sicher mehr erreicht, als es ihm so ...
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