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... die Sache nicht zu komplizieren. Plötzlich aber brach ein Gewitter los und ein heftiger Sturm setzte ein. Von der Terrasse aus sah ich, wie die Wellen meterhohe Kämme bildeten und sich schäu mend überschlugen. Besorgt eilte ich zum Strand hinunter. Unmittelbar am Ufer, schon von der Brandung umspült, lag Adriennes rotes Kleid. Ihre Wäschestück' schwammen weit draußen im See. Ich stand zutiefst erschrocken. „Antonia! rief ich, „Antonia!“ Keine Antwort. Ich rief nach allen Richtungen, laut, verzweifelt, voller Angst: „Antonia! Antonia! Antonia!“ Keine Antwort. Plötzlich tupfte mich jemand von hinten leise an die Schulter. Ich fuhr herum. Sie stand vor mir. Staubtrocken. „Hast du es denn gewußt?“ fragte sie lächelnd. „Was gewußt?“ stotterte ich im Schreck der ersten Erlösung. „Daß ich gar nicht meine Schwester bin?“ „Natürlich habe ich es gewußt, Antonia. Glaubst du, ich hätte sonst —“ „Und ich habe mich doch s o verstellt! War ganz anders als sonst. Sogar mein Haar habe ich mir deswegen färben lassen . . ach. Bull!“ „Komm schnell — du wirst dich erkälten!“ „Nicht, wenn du mich in deine Arme nimmst, wie du Adrienne in deine Arme genommen hast. Ich dachte, weißt du, nachdem wir doch so böse aufeinander gewesen sind ... ich gehe dir auf der Autobahn entgegen . . . und dann kam mir der Einfall mit den Haaren und meine Schwester zu sein du Schuft! Du hast mich mit ...
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