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... 12 000 U/min drehte. 1945 wurde Bugatti die französische Staatsbürgerschaft angeboten, ihm, dem Italiener verwei gerte man die Rückgabe seiner eigenen Fabrik. Zwei lange Jahre kämpfte er um sein Werk. Im August 1947 hatte er den Kampf ge wonnen, fuhr noch in derselben Nacht nach Mölsheim, durchwanderte seine Domäne zum letjten Mal als „Le Patron“, legte sich zu Bett und stand nicht mehr auf . . . Nun führt sein 27jähriger Sohn Roland, der seinen Vornamen von dem französischen Jagdflieger Roland Garros hat, die Fabrik. Heute arbei ten 2000 Mann in Molsheim, bauen Eisenbahnwaggons, landwirtschaft liche Maschinen, Fischdampfer und Automobile. Ein viertüriger Personenwagen der Mittelklasse, Typ 73 B, wird in erster Linie produziert. Auch an dem 1,5-Liter-Rennwagen, Typ 73 C, soll gearbeitet werden. 1949 wurden 400 Wagen vom Typ 73 B hergestellt, die zum größten Teil nach Amerika verkauft wurden. Aber was geschieht, wenn die letjten, echten, vom „Le Patron“ selbst konstruierten Wagen einmal überholt sind, das Zeitliche gesegnet haben? Wer wird dann die neuen Bugattis bauen, Wer wird nächtelang am Reiß brett sitjen und jene eigenwilligen, rassigen Wagen erdenken, die dem Namen Bugatti einen Ehrenpla^ in der Geschichte des Automobils einräumten. Wagen, die von einem Manne erdacht wurden, dessen Geist immer von neuen Ideen sprühte, der dauernd grübelte und an ...
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