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... worden. Somit entpuppt sich dasbundesrätliche «Geburtstagsgeschenk» als Mogelpackung: Was 1998 den Gabentisch zieren soll, ist im wesentlichen altbacken,riecht nicht selten nach 150jährigem Politmief undist ähnlich attraktiv wie eine etwas sehr in die Jahre gekommene Schönheitskönigin. Zwar hat man der «elderly lady» Helvetia ein neues Outfit verpasst, das ihr sogar recht gut steht. Auf weitergehende schönheitschirurgische Eingriffe wurde hingegen verzichtet. Nur beiden Volksrechten und bei der Justiz haben die Verfassungsdoktoren zu einem Lifting angesetzt, das Skalpelldabei aber auch nur halbherzig geführt. Und in Sachen Sozialrechten hat dieses Ärztekollegium gar nicht erst zum Messer gegriffen,sondern sich mit der Puderquaste begnügt. Das ist schade, denn einen etwas mutigeren Wurf hätte man den postindustriellen Nachfahren der vor 150 Jahren deutlich progressiveren Eidgenossengegönnt. Anderseits ist es auch verständlich, dass sichdas Fähnlein der sieben halbwegs Aufrechten im Bundeshaus mit simplem Rewriting begnügt. Das landesübliche Mass helvetischen Opportunismus wird deswegen noch lange nichtüberschritten Wer ein bisschen weiter gehen und neue Duftmarken gesetzt haben möchte,muss nun auf das Parlament bauen. Zwar ist dessen Gestaltungskraft auch eher im Minusbereich angesiedeltTrotzdem bleibt die Hoffnung, die ...
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