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... immer nach Gutdünken fahren. Es herrscht vielfach eine Stallorder, nach der jedermann eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat. Eine Ausnahme bietet der BRM-Rennstall, wo den Piloten freie Hand gewährt wird. Schnelle Fahrer bekommen manchmal den Befehl, einen langsameren Teamkameraden zu ziehen, oder umgekehrt gilt es, einen an der Spitze liegenden Kameraden vor der Konkurrenz zu decken. Langsamere Fahrer des eigenen Rennstalls zieht man im Windschatten nach vorn. Wenn sie schon leicht von der Spitzengruppe abgehängt sind, dann können die schnelleren Fahrer durch geschicktes Bremsen vor den Kurven die Spitze langsamer werden lassen, bis der Nachzügler wieder in den Windschatten rückt. Ein Beispiel echten Teamworks bot die Ferrari-Mannschaft während des Grossen Preises von Italien in Monza 1966. Vorn lag Scarfiotti (Ferrari). Rund hundert Meter danach folgten der wegen eines Boxenhalts überrundete Bandini (Ferrari), dann Hulme (Brabham) und Parkes (Ferrari). Es galt für die Ferrari- Fahrer, Scarfiottis Leaderstellung zu festigen. Hulme musste gebremst werden. Auf den Geraden hielten sich nun Bandini und Parkes meistens hinter dem Brabham, so dass dieser stets gegen den vollen Luftwiderstand zu kämpfen hatte. Vor den Kurven ging dann ein Ferrari aus dem Windschatten des Brabham heraus und überholte denselben. Nun bremste der Ferrari eine Spur früher, so dass auch der ...
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