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... wird in seinem Formel-II-Wagenaufdem Hockenheimring abgewinkt — als erster. Aber selbst in der Sekunde des Triumphs schlägt ihm das Herz nicht bis zum Hals wie sonst. Stuck hat »einen Drehzahlbegrenzer geschluckt«, sein Motor im Brustkasten kann nicht mehr volle Pulle laufen, weil ihn eine kleine Pille, ein »Betablocker«, künstlich, drosselt. Diese weiße Tablette (Durchmesser: 8 mm) hat zur Zeit eine ähnlich begeisterte Presse wie damals der Baby-Blokker, der als »die Pille« den Siegeszug um die Welt antrat. Das Leibund Seelen- Magazin »Vital« pries die Wirkung des kleinen Pharmakuchens als »sensationell« und war sich sicher: Die Betablocker sind die »Sicherheitspille für Autofahrer«. Solcher Optimismus ist verständlich — scheint doch endlich auch für die Autofahrer der Pillenknick in Sicht, der die Unfallkurve steil nach unten führt. Medikamente, die gefährliche Affekte wecken Die bisherigen Wundermittel und Medikamente, die Hilfe bei »psychischer und körperlicher Erschöpfung, bei Antriebsarmut und Hirnleistungsschwäche« versprechen, sind nämlich von Ärzten und Pharmakologen entzaubert oder für Autofahrer als gemeingefährlich ausgemacht worden. Die seriösen (upd zum Glück meist rezeptpflichtigen) Muntermacher wie AN 1, Captagon, Pervitin und Reaktivan (in der Fachsprache Psychotonika) — oder Cardiazol- ...
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