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... nachweislich nicht am Blei aus dem Auspuff, sondern am Blei aus den Schornsteinen einer benachbarten Bleizinkhütte verendet. Und auch der Kiefernwald bei Nürnberg erstickte nicht am Auspuffgift, sondern vermutlich an industriellen Rauchgasen. Freilich schlucken Kühe, Hühner und Schafe, die sich ihr Futter unmittelbar neben der Straße suchen, ziemlich große Mengen Blei und anderes Gift. Wird das nun nicht auch in ihrem Fleisch, in der Milch oder in den Eiern gespeichert, so daß es schließlich doch in unseren Magen gerät? Versuche mit »glücklichen Kühen« aus den bayerischen Alpen in abgasfreier Luft und mit anderen von einem Bauernhof dicht an der Autobahn München — Nürnberg zeigten: Die Autobahnkühe fraßen bis zu lOmal soviel Blei in sich hinein wie ihre Geschwister in den Bergen. Doch in der Milch zeigte sich kaum ein Unterschied. Wissenschaftler aus Kiel und München stellten fest: Die Kuh ist ein Filter, der selbst bei stark bleihaltigem Futter fast alles absorbiert — die Milch bleibt sauber. Allerdings können Leber und Nieren von Autobahnkühen so vergiftet sein, daß sie von der Lebensmittelkontrolle ausgesondert werden müssen. Hecken wirken wie ein Abgasfilter Pflanzen und Tiere im »Ökosystem« Straßenrand werden also möglicherweise auf die Dauer doch geschädigt. Was tun? Sollte man längs der 40000 km Bundesfernstraßen ...
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