Nervös rennt Timo Glock mit Helm und Handschuhen in der Boxengasse auf und ab. Wann kommt er denn endlich rein. Läuft an die Boxenmauer und würde am liebsten Marc Hessel das "BOX"-Schild höchst persönlich vor die Nase halten. Was ist da los?
Der ex-F1-Fahrer darf im 20-minütigen Qualifying der Tourenwagen Classics im M3 E30 aus der goldenen Aera der DTM, von Christian Menzel und Marc Hessel, Platz nehmen und freut sich wie ein kleines Kind auf`s Christkind. Endlich ist es soweit und der 37-Jährige übernimmt den BMW aus dem Jahr 1988 und fährt los.
Gespannt beobachten die Stammpiloten Glocks Fahrt am Bildschirm. Christian Menzel drohte schon vorher: "Ich warne dich, wenn du auch nur einen einzigen Kratzer an diesem originalen Auto machst, dann ist das DTM Rennen vom Sonntag für dich gelaufen."
Keine Schramme
Lässig den Arm aus dem Seitenfenster hängend, bringt Timo den M3 unbeschadet an die Box zurück. “Das war mega. Das war in dieser für mich sportlich schwierigen Saison ganz klar das coolste Erlebnis”, jubelte Glock strahlend und fiel dankend Christian und Marc um den Hals.
Mit einer Zeit von 2:02,184 notierte er die achtschnellste Runde des Feldes. Mit dem aktuellen Auto fährt er rund 30 Sekunden schneller, aber das alte Auto ist viel anstrengender zu fahren. Keine Servolenkung und eine stinknormale H-Schaltung, an Stelle einer Schaltwippe.
“Das ist pures Fahren. Du musst schalten, du musst kuppeln, alles mit Zwischengas, dabei tanzt das Auto, du kannst in den Kurven viel probieren und verschiedene Linien fahren. Das Auto hat keinen Abtrieb, sondern nur mechanischen Grip. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht zu den Rennwagen, die wir heute in der DTM fahren”, schwärmte Glock.
Und welches Auto macht denn jetzt mehr Spass? “Jedes auf seine Art. Der Sound des M3 E30 ist unfassbar, ich habe extra keine Ohrstöpsel reingemacht. Und du kannst als Fahrer das Auto viel mehr beeinflussen. Das aktuelle Auto ist natürlich wesentlich schneller, auch in den Kurven, und das macht natürlich auch Spass.”
Ehrfurcht vor der Leistung der Fahrer von damals
Zum Schluss zog er den Hut vor den alten DTM-Haudegen: “Die Jungs sind früher mit diesen Autos über die Nordschleife gebrannt, auf Messers Schneide und Rad an Rad. Die mussten richtig arbeiten und waren immer am Limit. Es ist eine Kunst, das Auto schnell zu bewegen.”
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Wieder Pech in der DTM
Am Sonntag hatte Glock in der DTM wiederum grosses Pech: "Ich bin froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. Ich glaube mein Pech ist heuer so gross, dass selbst wenn ich von der Pole starten könnte, würde mir vermutlich auch noch die Startampel aufs Auto fallen."
Sieg für den Capri Turbo
Erstmals wurde der Zakspeed Turbo Super-Capri von Peter Mücke eingesetzt.
Mücke stellte das Auto auf die Pole und gewann das Rennen vor dem Opel Astra von Ronny Schär mit einem klaren Start-Ziel Sieg.
Stefan Rupp im Alfa Romeo 155 TI musste sich für einmal mit dem vierten Platz hinter dem K3 Porsche von Daniel Schrei begnügen.
Erneut Pech für die Wittmanns
Marco Wittmanns Vater Herbert und Bruder Nico schafften beim zweiten Versuch nach dem Norisring (kein Rennstart nach technischen Problemen) mit ihrem M3 E30 schon mal die erste Rennteilnahme.
Doch ein Motorschaden stoppte die beiden bereits in der neunten Runde, nachdem sich Herbert auf dem eigenen Öl gedreht hat.










































































































































































































































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