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... das Glück haben, 20, 50 oder 100 PS ihr eigen zu nennen, ist zunächst ein mal eine Frage der Landstraßen-Kameradschaft. Der andere, der da steht und winkt, ist der verlorene Bruder Mensch in der Einsamkeit der Landschaft, dem wir durch eine Geste, die uns nichts als ein wenig Überwindung und eine halbe Minute kostet, in wenigen Stunden die Mühe von Tagen abnehmen können. Daß wir, auf vier Rädern rollend und damit sozial besser gestellt als der auf seine eigenen Füße Angewie sene, ihn teilhaben lassen am Zurücklegen von 100 oder 300 km Auto bahn, wird damit aber auch gleichzeitig zu einer sozialen Geste, die den Wenn einer anhält, weil ein schönes Mädchen winkt und dann durch allerlei „Anhang“ über rascht wird, so ist dies eben ein klei ner N asenstüber für das vielleicht doch nicht ganz selbstlos gemeinte Platzangebot. Zeichnung: Grit von Fransecky Foto: Wieselmann Unterschied zwischen dem „Besitzenden“ und dem „Besitzlosen“ gerade für die Zeitspanne verwischt, in der der andere ihn am stärksten und schmerzlichsten empfindet. Im Zweifel tun wir alle gut daran, solche Spannungen zu neutralisieren, wo es in unserm Vermögen liegt, beson ders, wenn dazu nur die Überwindung der eigenen Herzensträgheit er forderlich ist. Wer sind denn die Leute, die an der Straße stehen und winken? Flücht linge und entlassene Soldaten, arme und alte Leute, die ...
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