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... Aber spä- ter, wenn man sich eingereiht hat, wenn aus der lockeren Zweierkolonne eine kompakte Einerreihe geworden ist, dann müsste es doch eigentlich wieder fliessen, müsste sich der Stau doch wieder auflösen. Doch weit gefehlt, es kommt im Gegenteil vor, dass z. B. am Walensee ab Flums beim Autobahnende bis Weesen beim Autobahnbeginn Richtung Zürich - auf rund 20 km also - eine maximal Schrittempo fahrende Kolonne Stau spielt und sich dann, zögernd zwar, aber immerhin, in Nichts auflöst. Dazwischen kein Unfall, keine Panne, überhaupt kein Hindernis. So kann es, nein muss es also am einzelnen Automobilisten liegen. Der Schweizer ist, so scheint «s, kein Stau-Profi. Wohl aber gibt es jede Menge Profi-Stauer. Man erkenntsie daran, dass sie sich nicht am hinteren Ende einer Kolonne einreihen, sondern auf der linken Seite möglichst bis zum Staupunkt vorpreschen. Als Profis erweisen sie sich auch dort als die Stärkeren, rechts stehen die Nichtprofis und warten auf das Funktionieren des «Reissverschlusses». Da ist aber jedem sein eigenes Auto am nächsten, der Reissverschluss klemmt. So bewegt sich die Kolonne links vorerst noch relativ zügig vorwärts, rechts dagegen überhaupt nicht mehr. Das weitere Staugeschehen, das Weiterschleichen und Stehen also nach dem Verengungspunkt, ist weniger leicht erklärbar und liegt vor allem am äusserst individuellen ...
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