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... — Nester, in denen Alfred Kerr, wie einst in Rapperswil, vergnüglich knurren könnte: «Spitzweg ist ein Hund dagegen!» Dieser Kanton Bern ist ein Qrenzland, er steht.^n einer Sprachund Kulturscheide, aber?so nahe die Berner auch beim Esprit francajs zu Hause sind, sie sind weder dem französischen noch sonst einem Geist tributpflichtig geworden — hat nicht Albrecht von Haller sein eigenes Ringen mit einer Schrift «Ueber die Nachteiligkeit des Geistes» desavouiert? Ein Berner selbst, nämlich Gottfried Bohnenblust, ist es, der von den Bernern sagt, sie würden es nicht beklagt haben^ wenndie Erfindung der, Buchdrucker-: kunst unterblieben wäre! «Geist», etwas Geistiges, bedeutet hier soviel wie Alkohol, und «geistreich» werden in dieser Sprache höchstens Hunde und Pferde genannt. Freilich (und hier nimmt einer das Wort, der nicht aus diesem Boden stammt) sind die Berner weder selbst geistreichelnd, noch haben sie dajür, den anerkennenden Sinn, und wenn in der,, Hauptstadt dieser aristokratischbäurischen Republik die Lehren von Descartes verboten und die Schriften Spinozas durch den Henker verbrannt wurdet], so strahlen seine Bewohner dafür andere Kräfte, Werte und Tugenden aus, die vielleicht näher an Saat Die Kellnerin in der Statistik. Als vor kurzem eine Kellnerin im Lö- wenbräukeller in München ihr fünfzigjähriges Dienstjubiläum feierte, stellte ein ...
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