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... es niemanden überraschen, wenn ich sage, dass ich seitdem Cover-Versionen geradezu liebe. Mein Lieblings-Oldtimer ist ein AC Ace Bristol Roadster von 1958. Das Ur-Modell der legendären Carroll Shelby Cobra 289. Der AC ist nicht so stark, nicht so muskulös und gewaltig wie die Cobra. Eher eine kleine, giftige, wendige Natter. Formschön, elegant. John Tojeiro hatte sie 1953 für AC entwickelt und ihr Aussehen so geschickt dem Ferrari 166 MM Barchetta nachempfunden, dass man nicht von einer Cover-Version sprechen konnte! Dagegen würde ich – als Musiker – die erste Shelby Cobra als eine Cover- Version des AC Ace bezeichnen, eben als eine gelungene Weiterentwicklung mit deutlich mehr Drum-Beat und heftigerem Gitarrensound, erzeugt von einem gewaltigen 4,7-Liter-Ford-V8-Motor. In den späteren Cobras aber sehe ich inzwischen, in die Jahre gekommen, aufgeputzte, in die Breite gegangene Chrom-Monster. Sorry, ich bin eben ein Liebhaber von unaufdringlicher, eher versteckter Schönheit. Ganz ehrlich: Auch Frauen können doch die Schönheit ihrer Jugend nicht durch übertriebenes Behängen mit Schmuck und Glitzer zurückerobern – oder? Sie sollten sich auf die Schönheit ihres Alters verlassen. Cover-Versionen werden häufig belächelt, vielleicht sogar kritisiert als bloßer Abklatsch des jeweiligen Originals. In vielen Fällen geschieht das zu recht. Aber wenn ...
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