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... Aber „Wasserglätte"? Eine Zeitung ver suchte kürzlich in einem Bericht über schwere Aquaplaning- Unfälle ihre Leser mit dem Klammervermerk „Glätte bei Nässe" aufzuklären. Eben das ist Aquaplaning nicht. Wenn Straßen naß sind, dann werden sie oft glatt, und man kann dar auf ins Rutschen kommen, besonders nach längerer Trocken heit, auf Basaltpflaster und auf bestimmten Straßendecken („Rutschasphalt"). Aber mit Aquaplaning hat das alles nichts zu tun. Aquaplaning ist Schwimmen der Reifen, also das Aufhören jeglichenKontaktes zwischen Reifen und Fahrbahn. Man spricht auch von „Aufschwimmen" , weil Reifen sehr plötzlich von der festen Fahrbahn auf eine Wasserfläche übergehen können, was oft zu blitzschnellem Ausbrechen des Wagens führt. Naß ist die Straße meist auch vorher schon, aber die Bodenhaftung ist gut, und der Fahrer fühlt sich entsprechend sicher. Eine wassergefüllte Spikerinne von wenigen Metern Länge kann aber schon genügen, um diesen Zustand radikal zu verändern. Wasserflächen auf der Straße nennt man schlicht Pfützen, und so gibt es bei Reifentechnikern schon seit langem einen deutschen Ausdruck für Aquaplaning: Pfützenschwimmen. Nur hat sich dieser Ausdruck im Sprachgebrauch nicht ein geführt, er klingt wohl zu sehr nach Dorfstraße und mangeln der Hygiene. Englische Ausdrücke wirken neutraler und ...
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