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... leer waren. Damit nicht genug: Die Deutschen hatten die Strahl kraft der US-Marke überschätzt. Mit einem Golf-Gegner woll te man der Konkurrenz in Europa das Fürchten lehren. Zum Fürchten waren dann die Absatzzahlen, die man außerhalb von Amerika wirklich realisieren konnte. Schließlich wollten Zetsche und Bernhard die Marke neu positionieren. Ihr Ziel: sich absetzen von den beiden ande ren US-Marken, raus aus dem brutalen Kampf im Volumen- Segment. Aber letztlich konnte sich Chrysler dem ruinösen Preiskampf auf dem US-Markt nicht entziehen. Jetzt ist der Schlussstrich gezogen. Der amerikanische Finanzinvestor Cerberus, gut beraten von Wolfgang Bern hard, wird 80,1 Prozent von Chrysler übernehmen (siehe auch Seite 156). Eine teure Scheidung, an deren Ende der deutsche Nobelhersteller noch drauflegen dürfte. Schließlich geht es nicht nur um eine Marke, um Werke und Produkte, sondern auch um die Gesundheitsund Pensionskosten, die im zweistelligen Milliardenbereich liegen. Der Cerberus-Deal ist in fast allen Feinheiten und Facetten ausgefeilt. Alle an deren Bieter, darunter auch der österreichischkanadische Zulieferer Magna, sind aus dem Rennen. Ein Insider: „In der finalen Bieterphase waren wir nicht mehr dabei.“ Ganz abgeschrieben muss Magna deshalb noch lange nicht sein. Ein intimer Kenner: „Es ist Substanz da. Aus Chrysler kann etwas werden.“ ...
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