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... aus dem diese Entwicklung hervorspriesst. Zank und Verdriesslichkeit des Tages müssen am Abend von kundiger Hand in ein milderes Licht hinübergehen. Kummer, Aerger und Aufregung müssen bewusst vor dem Eintritt des Schlafes aus dem Wege geräumt werden. Freude auf den kommenden Tag, vergnügte Erinnerung an den verflossenen, und Liebe zu den Eltern sollen der Verbindungsbrücke aus der Wirklichkeit in das dämmerige Reich des Schlafes beim Kind die Farbe geben. Dann wird der Aufbau von Körper und Seele des Kindes im Schlaf es am besten zu einem freudigen Menschen gestalten. Die Liebe muss vor allem auch dazu beitragen, die Erweckung von Minderwertigkeitsgefühl im Kind zu verhüten. Erst der neueren Seelenforschung ist die Erkenntnis zu verdanken, wie viele seelische und nervöse Störungen des Erwachsenen auf Pflanzung von Minderwertigkeitsgefühlen in der Kindheit zurückzuführen sind. Die Erwachsene ist dem Kind gegenüber seelisch ohnehin im Vorteil. Er ist gross, er ist kräftiger, er weiss mehr, er kennt die « Geschehnisse >. So wird er vom Kind ohnehin beneidet. Das Streben aller Kinder geht dahin, so gross und klug zu sein wie der Erwachsene. Das Kind fühlt sich unterlegen, weil es täglich und stündlich bei den Erwachsenen oder auch bei älteren Geschwistern Taten und Aeusserungen bestaunen muss, zu denen es selbst nicht fähig ist. Das Kinderherz braucht ...
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