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... nicht so einfach, nach der Schliessung der ersten Werft nun stellungslose Werftarbeiter für die Autoherstellung zu bekommen. Denn von der Werft ans Band - das bedeutet für viele Arbeiter eine enorme Umstellung. Werftarbeiter gelten als «Aussenberufler», also als Arbeiter, die immer im Freien tätig sind. Für sie - so der Leiter des Bremer Arbeitsamtes, Herr Domino - «ist es besonders schwierig, nun in einer, wenn auch modernen Halle am Band zu arbeiten.» Und eine Stellungnahme bei Daimler-Benz: «Nicht jeder Werftarbeiter, der es gewohnt ist, mit Zentneroder gar tonnenschweren Eisenplatten um-, zugehen, eignet sich dann trotz Umschulung zum Feinblechner.» Nach der ersten Werftschliessung vor fünf Jahren hat man nämlich eine starke Fluktuation bei jenen Mitarbeitern festgestellt, die vom schwäbischen Autohersteller übernommen wurden. So glaubt man auch nicht, dass nach der Schliessung der Weser-Werft noch ein Teil der Arbeiter zu Autobauern umgeschult werden können. Auch ist bei Daimler-Benz die Aufnahmefähigkeit neuer Mitarbeiter fast erschöpft. Immerhin wurden allein 1983 noch tausend Arbeiter neu eingestellt. Pro Jahr werden in Bremen, das mit 13,1 % eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Deutschland hat, rund 3500 Leute für die verschiedensten Berufe umgeschult. Speziell für den Automobilbau sind es derzeit 72 im Karosseriehandwerk (mit neun ...
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