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... Fussweg zweigt am Ende des Dorfes Ragaz, wo die wilde Tamina aus der Enge in die Ebene schiesst, von der Hauptstrasse ab, gewinnt eine gewisse Höhendistanz vom Wasser und dringt dann ein in das Felstal, das hier nichts als steile graue Wände weist, dort aber einer Pflanzeninsel spärlich zu grünen erlaubt, damit hinter dem nächsten Rank die ragende Steinwelt um so wilder und düsterer schaut. Nach einer schwachen Wegstunde sperrt Bad Pfäffers das Tal, ein weitläufiges, wuchtig solides Haus, das den klösterlichen Bauherrn verrät. Den langen Leib des Baues durchquerend, gewinnt man den Zutritt zum Allerheiligsten, dem Thermenquell. Ein sicherer, in die Felsen gehauener Weg stösst in schmalem Felsspalt vor, in den nur selten zwischen zerklüfteten, schwarz und drohend ragenden Wänden zages Himmelslicht herniederfällt, und auf dessen tiefstem Grund die graugelbe Flut der Tamina tost und stiebt. Am Ende dieses Pilgersteges, den Naturgewalten schier erdrücken, tut sich ein Felstor auf, dahinter vertrauenswürdige Kerzenflämmchen glimmen, ein stiller Sohn der Berge streckt ihrer zwei dem Eintretenden entgegen und zieht sich, sobald ihr folgt, in schüchtern flackerndem Schein in geheimnisvolle Tiefen zurück, aus denen Schwüle und Feuchtigkeit entgegenschlagen. Da weitet sich der enge Gang zu einem Kessel, einer runden Tonne aus kompaktem Fels, die bis zum Fuss ...
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