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... weniger« - »Jeder fünfte fliegt raus« - schlimme Schlagzeilen las man da in der Presse. Clauss dementierte: Alles Unsinn. Und die Wahrheit? Steckt Opel, steckt die ganze deutsche Autoindustrie in einer Krise? Geht es uns so wie den Amerikanern, wo zur Zeit jeder vierte Automobilarbeiter auf der Straße steht? Das Auto ist keine heilige Kuh mehr. Es wird auch in Zukunft das wichtigste Verkehrsmittel sein, seine hemmungslose Vermehrung stößt jedoch auf Widerstand. Aber ebenso gefährlich wäre ein jäher Absturz der Produktionszahlen. Denn 1,7 Millionen Erwerbstä- tige sind in der Bundesrepublik Deutschland direkt von der Nachfrage nach Autos abhängig. Daß die Auto-Absatzkurve mit unschöner Regelmäßigkeit einen Knick nach unten macht, um dann wieder anzusteigen, ist nichts Neues. Die letzte Talsohle hatten wir 1974. Die Nachfrage war gesättigt, die Wirtschaftskonjunktur ging weltweit zurück, die erste Ölkrise zeigte Wirkung. Aber weil diese Krise ja »gar keine echte war«, wollte auch niemand aus ihr lernen. Und als dann das Benzin wieder floß und die Mark wieder rollte, da rollten auch mehr Autos denn je auf die deutschen Stra- ßen: 12,3 Millionen waren es in den 5 Jahren von 1975 bis 1979. Und die Leute leisteten sich was. 1972 hatten sie für das neue Auto im Durchschnitt das 4,7fache ihres Nettohaushaltseinkommens ...
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