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... sind und wo sich alle entweder am eigenen oder am Glück anderer freuen. Auf der Strasse lag leichter Schnee; friedlich und still glänzte er im Dämmer, als würde auch er die Heiligkeit fühlen, die in dieser Nacht vom Himmel herabflutete... Und der Himmel war heilig: die Sterne, die ferne, dunkle Bläue, alles atmete majestätische Ruhe. Der Lärm der Strassen verschwand, alles zog zum heimischen Herd. Ich hatte ihr versprochen, zu kommen. Sie war an diesem Weihnachtsabend wegen des weiten Weges und weil sie sich nicht gesund fühlte, nicht nach Hause gefahren. So erzählte sie es wenigstens, wenn sie gefragt wurde, ihren Bekannten. Ich aber kannte den tieferen Grund, weshalb sie in der Stadt blieb. Es gibt Leute, die an ihrer eigenen Ruhe Freude haben. Diese Ruhe wird für sie Lebensbedürfnis, weshalb es schwer ist, sie zu trüben oder zu durchbrechen... «Ich bleibe lieber da », sagte sie mir. « Sie kommen zu mir, wir werden beisammen sein, allein. Es werden Feiertage ohne Schmuck und Geschenke sein, stille, friedliche, aber Feiertage der Seelen... » Ich erinnerte mich wohl: so hatte sie zu mir gesprochen. Heute ging ich zu ihr. Der Abend war ruhevoll. Nur die Flämmchen der Gaslaternen zitterten. Manchmal schlug mir ein ganz leichter, leiser Atemzug kalter Winterluft ins Gesicht. Von den Kirchentürmen läuteten die Glocken. Ach, jenes Läuten am heiligen Abend. Wie das in ...
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