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... und Marktschreier ist die Messe, der Salon ist zum Flanieren und Parlieren. An Genf hat sich in der Hinsicht nichts geändert, der Salon ist immer noch ein Eldorado für Genießer. Man muss in Genf kein Taxi nehmen, um – wie bei den Shows der Drivein-Nation in Übersee – von einer Halle zur nächsten zu gelangen. In der Schweiz geht es weniger um lautstarkes Anpreisen von Weltpremieren altbekannter Vehikel (erstmals mit modifizierter Motorisierung oder einem neuen Buchstaben in der Typenbezeichnung!). Es geht nicht nur um nützliche, sondern um schöne Gespräche, Austausch, Studien und Visionen. Die goldene Ära der Visionen, daran erinnern sich besonders Leute zwischen 45 und 55, bestimmten italienische Stil-Studios, bei denen zwischen 1962 und 1972 anscheinend alles ging. Dann schloss der Salone dell’automobile di Torino die Pforten, als Schau des Extravaganten blieb der 1905 als »Nationale Automobilund Fahrradausstellung« lancierte Genfer Salon. Der Turiner Salon wurde einige Mal wiederbelebt, aber ohne die einst blühende Designerindustrie blieb es bei gelegentlichen Versuchen. Die großen Studios erhielten in den letzten Jahrzehnten und Jahren eben immer weniger Aufträge und hatten damit weniger Kapital und weniger Raum für Spinnereien. Auch auf dem Genfer Salon sind die Auftritte von Touring, Pininfarina et al. nicht mehr die große Sensation. ...
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