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... haben müsste und malten Schreckbilder einer Zukunft an die Wand, auf denen die ganze Welt in Giftwolken und Gerassel unterging. Das Automobil hat seither fast alle seine ursprünglichen Untugenden abgelegt. Obschon es sich in einem Umfang durchgesetzt hat, den wohl selbst seine Widersacher nie für möglich gehalten hätten, ist sein Anteil am Gesamtverkehrslärm ganz bestimmt viel kleiner als der Lärm, den die eisenbereiften Pferdefuhrwerke und die Pferdehufe der guten alten Zeit auf dem damals in grösseren Ortschaften üblichen Kopfsteinpflaster verursachten. Indem das Auto die modernen glatten Strassenbeläge mit sich brachte, trug es bestimmt auch vieles zur Hebung der Volkshygiene bei, so dass die eventuellen, vielfach übertriebenen Schädigungen durch Abgase zum grossen Teil einen Ausgleich erfuhren. Trotzdem sind der «Lärm und Gestank» beliebte Kampfargumente der Autogegner geblieben. Statt, wie es Morgenstern dem « nervösen Menschen auf der Wiese » rät, in « andere Paradiese wegzugehen », möchten diese Leute gleichzeitig die Annehmlichkeiten der Grossstadt ohne ihre Unannehmlichkeiten haben, die Grossstadt mit der erbaulichen Stille eines Friedhofes und der reinen Luft von Alpweiden. Dass sich das eine mit dem andern nicht ohne weiteres kombinieren lässt, geht über ihren beschränkten Horizont Wäre das Urteilsvermögen dieser Kritiker nicht so eng ...
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