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... rollen sollten. Doch nachdem das Luxusdoppel aus Maybach 57/62 Anfang des dritten Jahrtausends eine glorreiche Premiere – u. a. mit einer Welttournee als Open Air Ausstellungsfahrzeug an Bord der Queen Elisabeth 2 – feierte, geschah nicht mehr viel. Die Nachfrage war kleiner als klein und so gab es jahrelang keinen Nachfolger; sogar fest eingeplante Modellpflegen blieben aus. Das Hauptproblem: Die elitäre Kundschaft verstand den historischen Bezug der Marke Maybach zu seinem Namensgeber Wilhelm Maybach nicht und andere Luxusmodelle von Rolls- Royce oder Bentley machten schlicht mehr her. Dabei war Maybach einmal das automobile Gegenstück zur Weltwirtschaftskrise. In den 20erund insbesondere den 30er-Jahren zeigten die Schönen und Reichen allzu gerne, was sie hatten; eine exklusive Luxuslimousine von Horch, Mercedes-Benz oder Maybach war selbstverständlich. Eine Staatskarosse für diejenigen, die sich nur allzu gern in Öffentlichkeit und Reichtum sonnten. In einem historischen Maybach Zeppelin war der erlauchte Fahrgast ausschließlich im Fond unterwegs. Hier gab es automobilen Überfluss mit weichem Leder, edlen Hölzern und einen zumindest in der Automobilwelt unerreichten Aufenthaltswert. Vom noblen Interieur profitierte sogar der Chauffeur. Zwar waren seine Platzverhältnisse im Volant nicht derart opulent wie jene im Fond, jedoch konnte er sich ...
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