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... — « last heard of in New Britain » — « Missing in Malaya » — so lauten die Todesanzeigen in den Zeitungen der kriegführenden Länder, und wir dürfen wohl sagen, dass der Tod grosse Ernte halte und tanze wie einst im Mitteletwas jüngeren der Predigerkirche (beim Platz, der heute noch den Namen Totentanz trägt) und den man Holbein zugeschrieben hat. Die Behauptung mag kühn sein, und man möchte fürchten, die Berner mit ihrem Nikiaus Manuel und die Luzerner mit dem Meglingerschen und von Wylschen Totentanz möchten diese Ehre für sich beanspruchen, sind doch diese Totentänze künstlerisch viel wertvoller als der etwas dilettantisch anmutende des Klingenthalklosters, wie uns in Kopien des Basler Malers Emanuel Büchel erhalten geblieben ist. Alle diese Totentänze haben das eine gemeinsam, dass der Tod überall der gerechte Richter ist; er schonet nicht reich noch arm, weder den Bauern noch den Bürgermeister, den König, Bischof oder Papst. Gerade an der Darstellung des Papstes lässt sich feststellen, wie alt der Basler Totentanz sein mag, denn :}iier ist die Papstkrone, die Tiara, noch ein Gebilde, Wie es sich der Maler in seiner Phantasie vorgestellt hat, indessen Nikiaus Manuel, Kaspar Meglingef und Jakob von Wyl die Papstkrona schon originalgetreuer darstellen, wie sie wahrscheinlich Abbildungen davon gesehen haben, die von Augenzeugen anr gefertigt worden ...
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