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... sich Goeudevert im April1989 als Generaldirektor des deutschen Ford-Zweiges verabschiedet hatte, wurde dies in der Branche gleichsam als Sanktion seines Religionswechsels gewertet. 24 Jahre lang hatte sich der stämmigeManager dem Automobil verschrieben; doch er war seiner Neigung offenbar längst überdrüssig geworden. Sein Abgang in ein eher autogegnerisches Lager schien somit vorgezeichnet. Aber der Anschein täuschte. Zur allgemeinen Überraschungwurde D. G. bloss ein halbes Jahr später in den Vorstand von Volkswagen berufen. Hatte sich Carl H. Hahn, der Vorstandsvorsitzende des VW- Konzerns, im Sinne eines raffinierten Schachzuges dieMitarbeit eines Autokritikers gesichert, um ihn mundtot zu machen? Mitnichten, wie dasauf Seiten 33/35 veröffentlichte Interview mit dem Chef der Marke VW aufzeigt. In jüngster Zeit hat sichGoeudevert zwar kaum mehr in der ihm einst vorgeworfenen «nestbeschmutzenden» Weise vernehmen lassen. Doch er lässt klar durchblikken, dass weder seine Tätigkeit noch seine Ambitionen bei Volkswagen ihm Anlass zu einem Gesinnungswandel gaben. «Bei VW bin ich viel unabhängiger. Dazu verstehe ichmich glänzend mit dem obersten VW-Boss Hahn», lautet eine seiner Aussagen. Undnoch viel aufschlussreicher: «Ich habe freie Hand, neue Produkte zu entwickeln, wiesie mir seit Jahren vorschweben.» Das Ende Juni bekanntgegebene Abkommen ...
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