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... Also vielleicht am Fahrer Lauda? Sofort beginnen seine Freunde, ihn von jedem Verdacht zu befreien - Beispiel: Der Chefreporter der „Bild am Sonntag“, ein Duzfreund Laudas, ge steht zwar offenherzig, „ein Laie in Sachen Formel 1“ zu sein und „keine Ahnung" zu haben; trotzdem läßt er drucken: „Zu welchem Urteil die Experten auch immer kommen mögen, für mich steht eines fest: Nikolaus Lauda hat keinen Fahrfehler begangen.“ Ergebnis der Kam pagne: Todesurteil für den Nürburgring. Denn nicht das Auto und nicht der Fahrer waren schuld, Schuld trug allein der Ring. Damit sind wir beim Thema: Kann eine Rennstrecke Schuld haben? „Für einen Unfall, unabhängig ob mit einem simplen Tourenwagen oder mit einem Rennwa gen, gibt es“, so urteilt Dr. Hans Flemming, Facharzt für Unfallchirurgie in Eschborn/Taunus, in der „Frankfurter Allgemeinen“, „nur zwei Gründe: 1. technisches Versagen, was von der Herstellerfirma zu verantworten wäre, und 2. menschliches Versagen.“ Lauda habe an der Unfallstelle „seine eigenen Fähigkeiten oder die Leistungsfähigkeit seiner Maschine über schätzt oder die Schwierigkeiten der Strecke unterschätzt“. Jede Straße aber werde gefähr lich, wenn man sich den Verhältnissen nicht anpasse; darin gäbe es keinen Unterschied zwi schen Autorennen und Spazierfahrt. Abschlußurteil des Facharztes: „Selbst wenn aber al lein technisches Versagen zum ...
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