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... angeschwärzt. Lew. Er ist fünfundvierzig Jahre alt. Aber er sieht noch immer aus wie ein kleiner Junge. Und er ist bei all seiner Winzigkeit eine historische Größe: Er nennt sich „F 1“ — und er ist das allererste Frontantriebsmodell aus dem Hause DKW. Er kam 1931, also kam er zu spät, wie so viele gute Kleinwa gen, die es um die Mitte der zwanziger Jahre hätte geben müssen. Wäre er ein paar Jährchen früher gekommen, damals, als vorausschauende Auto mobil-Kritiker den Klein wagen mit unabhängiger Radaufhängung und Front oder Heckantriebseinheit forderten, er hätte sie alle schlagen können. Den Ein zylinder-Hanomag (Kom mißbrot), den 12 PS-, spä ter 14 PS-Opel (Laubfrosch) und vielleicht sogar den Dixi. Denn erwarnicht nurbillig, sondern er hatte etwas, was damals auch bei gro ßen und teueren Autos gar nicht selbstverständlich war - er hatte Straßen lage. Mit seinen vier unabhän gig aufgehängten Rädern war er ein Vollschwingach ser. Er lag auch tiefer als die blattgefederten Starrachser. Er schluckte die damaligen schlechten Stra ßen besser als viele ande re. An seinem simplen Stahlblech-Mittelrahmen waren vorne und hinten je zwei Querblattfedern an gebracht. Er wog nur 450 Kilogramm — und er hatte Frontan trieb. Sein Zweizylinder-Zweitakt-Motörchen mit Nasen kolben, schon ganz DKW- like gemacht, leistete mit 490cm3 Hubraum 15 ...
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