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... Skrupel. Leute, die klassische Sportwagen nachbauen, haben angeblich keine. Sie durch stöbern den Gen-Pool unseres automobilen Erbguts nach billi ger Inspiration: eine aufregende Form, ein klangvoller Name, ein Stück Nostalgie. Was folgt, ist für gewöhnlich ein Fall von Glasfaser-Faksimile auf Groß serientechnik, eine arglistige Mischung, die das Echte un tergräbt. um dem mittellosen Poseur den passenden Rahmen zu bieten. Das nennt sich dann Repli ca. Besser: Nur so wollen Old timer-Snobs Replica verstanden wissen. Doch leider ist das irre führend. Es nährt den Dünkel, es sei unmöglich, ein Original zu verbessern, die Einbildung, 66 ESti ein zeitgenössischer Entwurf sei sakrosankt, makellos und unveränderlich. Ein Austin-Healey 3000 zum Beispiel. Der Protest der Puristen wäre so sicher wie das Amen in der Kirche. Diese bri tische Sportwagen-Ikone, wür den sie sagen, läßt sich nicht neu erfinden. Sie ist einmalig, zu charismatisch. 26/1995 Wieso eigentlich? Das bei weitem Beste, was man einem Healey attestieren konnte, war sein geschmeidig und zugleich muskulös wirkendes Äußeres und ein aufregendes Maul mit hübschem Chromgebiß. Das Zweitbeste war sein grollender, herzhafter Auspuffsound. Und ja, das Cockpit besaß diese schö ne, holzigledrige Atmosphäre. Für echte Healey sind sie einfach zu gut: HMC Lightweight, Silverstone und Mk. IV (von links) Dreifach Healeyluja ...
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