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... durfte. Herrlich liegt der Acker da, gross. stolz und einsam. Er gibt Früchte und abermals Früchte, er empfängt den Samen und trägt ihn aus, um ihn wieder zu empfangen und wieder auszutragen. Wieviel Jahre, Jahrzehnte — Hunderte, ja wohl tausend Jahre trägt nun schon der Acker dieses ungeheure Leben, empfangend und schenkend! Heimat! hörst du das Wort? Es rauscht 'äas unsagbaren Tiefen, es tönt in unsere zerbissene Welt. Wenn wir im Drange der Zeit je dieses Stückchen'Erde vergessen sollten, stets wird es uns wieder zu ihm hinziehen, und alle Halme werden uns grüssen, jeder Vogel mit uns singen, jedes Blatt uns zurufen: hier hast du deine Jugend verbracht, hier lagst du unterm Dach unserer Bäume, hier ist dein Anfang und dein Ziel. Und im brausenden Liede der Wälder, im tonlosen Hymnus der Ackerscholle, im hinströmenden Gesang von Fluss und Bach findest dii die Stätte deiner Kindheit und Knabenjahre wieder, den Lebensraum deiner Jugend. Aus Toren und Häusern, aus Gräben und Hecken, aus Brückenbögen und Gärten wird es aufklingen und im feierlichen Töne der Glocke hinschwingen zum ewig rauschenden Chore: Heimat! 0. M, alles! Kleine Nägel sind auch schon da an Fingern und Zehen, richtige Nägel, manmuss darüber ehrfürchtig staunen, und etwas wie ein Werkmeister-Stolz beschleicht einem. Aber dann, wenn ein paar Monate ins Land gezogen sind oder gar ein ...
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