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... nach Paris zu fahren, wo ich die Zeit bis 2 Uhr morgens, bis zur Abfahrt des Extrazuges nach Dieppe, auf den Boulevards und im Montmartre oben zu verbringen hoffte. Ein Pariser Freund holte mich denn auch bei meiner Ankunft in der Metropole ab und führte mich gleich in das bekannte gute Restaurant Abbaye Theleme an der Place Pigalle. Fast hätte ich dort inmitten sprühender und ausgelassener Gesellschaft den Zug vergessen, wurde aber noch rechtzeitig daran gemahnt, bestieg das erste beste Taxi-Auto und sauste zum Bahnhof St. Lazare. Das Publikum schwoll und drängte sich um den Zug. Mein bestellter Platz war leider schon besetzt. Da half kein Protest und kein Beschwören, und so musste ich mich denn mit dem Sitz im Schaffnerhäuschen oben bequemen, den mir der Kondukteur gegen gute Worte und ein noch besseres Trinkgeld überliess. Wir verliessen Paris über die knallenden, fahlglänzenden Schienenstränge und fuhren unter den Bogenlampen wie unter gelben, absonderlichen Nachtblumen in die sternenhelle Nacht hinaus. Noch stand Paris im Lichtglanz, mit den weiten, gewundenen Alleen, den beleuchteten Fassaden und Kuppeln gleich der Beute eines ungeheuren Sieges wahllos durcheinandergeworfen. Ich schlief ein. Ein Wunder war's, dass ich im Gerassel und Schütteln über die Bahnkreuzungen nicht den Halt verlor und von meinem schlechtgefederten Wagen herunterpurzelte. ...
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