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... so stammt auch der 300 SL vom Tourenwagen ab. Seine Entwicklung ging also in umgekehrter Richtung wie frühere Sportwagen; sie ist auch nicht gleich wie bei der Konstruktion von eigentlichen Rennwagen, die heute als Sonderkonstruktionen mit sehr geringen Beziehungen zum Serienfahrzeug anzusehen sind. Der Entschluss, unter Verwendung von Aggregaten des Tourenwagens 300 ein Fahrzeug für sportliche Veranstaltungen zu bauen, wurde von Daimler-Benz im Verlauf des letzten Jahres gefasst. Es hat sich gezeigt, dass die kürzere und etwas frisierte Version des erwähnten Serienmodells, der am Pariser Salon 1951 erschienene 300 S, zu schwer und zu wuchtig war, um die Ansprüche, die man heute an einen Rennsportwagen stellt, zu befriedigen. So stellte sich die Aufgabe, unter Verwendung von möglichst vielen Serienteilen eine Gewichtsreduktion von mindestens 600 kg zu erreichen. Dazu gehörte vor allem ein neuer Rahmen. Vom Grand-Prix-Fahrzeuff zum 300 SL Der neuentwickelte Gitterrohrrahmen besitzt die Besonderheit, dass sämtliche Rohre, mit Ausnahme von zwei Querträgern, nur auf Zug und Druck, nicht aber auf Biegung beansprucht werden. Dazu war es notwendig, den Rahmen aus geschlossenen Dreiecken zusammenzusetzen. Ein Modell aus weichem Lotdraht wurde solange geändert, bis sich beim Verdrehen keine Biegung mehr zeigte, sondern die am stärksten beanspruchten Glieder unter Zug ...
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