Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... dass der Kopf vonFahrer oder Beifahrer unvermittelt rückwärts geschleudertund damit die Halswirbelsäule überdehnt wird oder im Extremfall gar zum Genickbruchführt. Dieser Teil der Wirbelsäule ist nämlich eine ausserordentlich kritische Stelle in der Anatomie des Menschen: Bei Jungen ist sie wahrscheinlichstärker, bei Älteren weniger belastbar - Versuche sind nicht möglich, da lebensgefährlich. Da sich der Aufprall bei einem Crash in Sekundenbruchteilen vollzieht, erfolgt dasRückschleudem des Kopfes, der bei Erwachsenen ca. 5 bis 6 kgwiegt, so intensiv, als ob es sich um einen Peitschenschlag handelt. Mit Muskelkraft lässt sich eine derartige plötzliche Verzö-gerung als Überdehnung auch mit kurzer persönlicher Reaktionszeit ebensowenig abfangen wie das instinktive Abstützendes Fahrers am Lenkrad beim Frontal-Crash. Die Mediziner sprechen daher von einemSchleudertrauma der Halswirbelsäule, heute meist als «Hals- Wirbelsäulen-Syndrom» (FTWS)bezeichnet. Nr. 6/9. Februar 1995 Seit den simulierten, wirklichkeitsnahen Crash-Versuchen, die dazu dienen, nicht nur die Festigkeit der Karosserie inallen Details zu überprüfen, sondern auch die Aufprallbelastungen, d. h. das Verletzungsrisiko des menschlichen Körpersanalog zu den ermittelten Werten von Testpuppen, den «Dummys», festzustellen, gibt es als Mass für die Verletzungsschwere des Kopfes den ...
Kommentare