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... Ehescheidungen die Rede ist, dann liegt dies nach Auffassung der japanischen Soziologen einzig und allein daran, dass man europäische und amerikanische Begriffe in das Liebesleben einführte, d. h. das ganze Eheproblem unter dem Gesichtspunkt der Uebesauffassung der Weissen zu lösen versuchte. Liebe lieber erst später. Während der moderne Japaner die Meinung vertritt, dass die Liebe die Grundlage einer Ehe sein müsse, stehen die älteren Japaner auf dem Standpunkt, dass erst einmal auf dem Wege der Vernunft eine Verbindung hergestellt sein müsse. Normalerweise ergebe sich dann die Liebe später von selbst. Jedenfalls aber sei eine Ehe, bei der das Moment der nüchternen Ueberlegung vorher ausgeschaltet wurde, von viel grösseren Krisen bedroht, als eine Ehe, bei der die Eltern und die Vermittler als «Bremsen» wirkten und die wirtschaftlichen Möglichkeiten und auch die charakterlichen Aussichten und Anpassungsfähigkeiten bis in die letzten Kleinigkeiten vorher durchsprächen. Es kommt noch hinzu, dass die Japanerin im Durchschnitt nicht hübsch ist. Die Eltern und die Vermittler müssen die besonderen Eigenschaften entsprechend hervorheben. Es würde ohne Zweifel viel mehr unverheiratete Japanerinnen geben, wenn man nicht — so sagen die in der Tradition verwurzelten Japaner — nach dem alten System verführe. Sie weiss, was sie will — zu Hause. Wenn ein Japaner in ...
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