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... Stadt steht eine Tafel, die des Nachts beleuchtet wird: Sie zeigt die Zahl der bis zu dieser Minute in diesem Jahr gebauten US-Autos — „6947 325“ las ich, als ich vorüberfuhr. Im Einzugsbereich von Detroit leben heute drei Millionen Menschen — aber Motor Town hat einen Herzinfarkt erlitten. Ferdinand Simoneit Der Untergang der Autostadt begann im Frühjahr 1967. Damals machten in heißen Frühlings nächten schwarze Studenten Krawall und wurden eingesperrt, Kommilitonen befreiten sie, es gab Tote. Plötzlich brannte die Stadt von der 12. Straße aus: „Burn, warehouses, burn!" Zwei Tage dauerten die Straßenschlachten und das Feuer. Heute herrscht wieder Ruhe, aber alles ist so geblieben, wie es in den Tagen des Aufstandes war. Die Bürger verließen Alt-Detroit und zogen aufs Land, Straßen sind meilenweit verödet, Fensterscheiben eingeschlagen, Türen ver nagelt. Die Gegend um die Grand River Road ist menschenleer, und wenn man doch einem be gegnet, hofft man, Kojak sei in der Nähe. Wer wohnen blieb, umgab sein Haus mit Stacheldraht: Detroit im Staate Michigan im Jahre 1977. In Detroit ist heute die nackte Angst zu Hause: 800 Morde registriert die Polizei jährlich. Joanna J. Szumlanski, meine Betreuerin von Ford, weigert sich rundweg, mich durchs alte Detroit zu fahren. John G. Miller, Fords Presse-Officer, wagt es, aber vorher macht es hörbar „klick“: Miller ...
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