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... grosse Verluste kaum zu vermeiden sind. Dokumentarische Kredite mit «Auslieferung der Ware, respektive der Dokumente gegen Akzept der Tratten» werden natürlich noch viel weniger anzuraten sein. Nur die grössten europäischen Firmen gemessen solche Erleichterungen, die de facto einem Blankokredit gleichkommen. Dokumentarische Kredite überhaupt dürften im direkten Verkehr mit japanischen Firmen nicht als genügend sicher zu erachten sein. Solche setzen als selbstverständlich voraus, dass der Kaufkontrakt innegehalten wird, dass sofortige Uebernahme der Ware und die stipulierte Bezahlung der Tratte nicht missachtet werden. Auf japanische Kontrakte ist aber leider mit wenigen Ausnahmen noch kein sicherer Verlass. Das Ausland ist übrigens in dieser Beziehung im allgemeinen recht gut unterrichtet, und es sind nur Neulinge und schlecht informierte Firmen, die sich mit Japanern auf direkte Geschäfte gegen dokumentarische Kredite einlassen. Das Risiko derartiger Geschäftsführung ist kaum kleiner als dasjenige von Konsignationen an wenig bekannte Häuser. Firmen, die direkt an Japaner verkaufen wollen, verlangen deshalb fast allgemein sogenannte «bestätigte Bankkredite», und man kann keinen andern Modus mit gutem Gewissen anraten. Diese Kredite sind in Japan sehr schwer erhältlich, da der Käufer im allgemeinen 20 und mehr Prozent des gesamten Kredites deponieren muss, ...
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